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ABR Acrylnitril-Butadien-Kautschuk
Abrieb A Der Abrieb A in mm³ ist der nach den Prüfbedingungen dieses Prüfverfahrens ermittelte Volumenverlust eines über einen Prüfschmirgelbogen definierter Angriffsschärfe (Sollangriffsschärfe) mit bestimmter Anspreßkraft und über einen bestimmten Reibweg geführt
Adhäsion Haftung zwischen einer gummierten Oberfläche und einer nicht gummierten Oberfläche (z. B. Metall, Beton), die Stärke der Haftung zwischen zwei unvulkanisierten Gummioberflächen oder Lagen
Adhesive (Kleber) Teil eines Klebersystems zum Aufbringen auf vorbereitete Oberflächen zur Haftung mit der Gummierung
Angriffsschärfe S  Die Angriffsschärfe S in mg des Prüfschmirgelbogens ist der Massenverlust eines über diesen Bogen unter festgelegten Prüfbedingungen geführten definierten Probekörpers aus dem Vergleichselastomer (DIN 53516)
Anvulkanisationszeit t35  Anvulkanisationszeit ist die Zeit in Minuten vom Beginn der Messung bis zum Anstieg der Mooney-Viskosität um 35 Mooney-Einheiten über das Viskositätsminimum (DIN 53523 T4)
Anvulkanisationszeit t5 Anvulkanisationszeit ist die Zeit in Minuten vom Beginn der Messung bis zum Anstieg der Mooney-Viskosität um 5 Mooney-Einheiten über das Viskositäts-minimum. Sie wird auch als Anvulkanisations- oder Scorchzeit bezeichnet (DIN 53523 T4)
Autoklav Grosser Stahlkessel, in welchem die gummierten Teile vulkanisiert werden unter Dampf und/oder Heißluft unter Druck
Autoklavenvulkanisation Die gummierten Teile werden unter Dampf und/oder Heißluft unter kontrollierter Temperatur und Druck vulkanisiert. Die Vulkanisationsmethode wird bevorzugt, weil hier eine bessere Wärmesteuerung und ein kürzerer Vulanisationszyklus

BIIR Brom-Isobuten-Isopren-Kautschuk (üblicherweise als Brombutyl-Kautschuk bezeichnet)
Blister Blase in der Auskleidung entweder zwischen Stahl und Gummi oder zwischen verschiedenen Gummilagen
BR Butadien Kautschuk (Polybutadien-rubber)
Butt joint Gerader oder stumpfer Stoss, Stossverbindung, Stossfuge
Butylkautschuk Isobuten-Isopren-Kautschuk (IIR), Synthesekautschuk, Weichgummi, Chlorbutyl- und Brombutyl-kautschuk als halogenhaltige Varianten mit modifizierten Eigenschaften, hohe chemische Beständigkeit und hoher Permeationswiderstand, Ozon- und Wetterbeständig

Calander Eine Maschine bestehend aus zwei oder mehr Walzen zur Herstellung von Gummibahnen
Chlorbutyl Chlor-Isobuten-Isopren-Kautschuk (CIIR)
Chlorsulfoniertes Polyethylen Synthesekautschuk (CSM), Weichgummi, gute Beständigkeit bei oxidativer Beanspruchung (üblicherweise als Hypalon bezeichnet)
CIIR Chlor-Isobuten-Isopren-Kautschuk (üblicherweise als Chlorbutyl-Kautschuk bezeichnet)
Contact adhesive Kontaktkleber, wird benutzt für die Applikation von vorvulkanisierten Gummibahnen
CR Chloropren-Kautschuk / Neopren-Kautschuk (Du Pont) 
CSM Chlorsulfoniertes Polyethylen (üblicherweise als Hypalon bezeichnet)
Cure - chemical  Vernetzungsmittel
Curing Der Vorgang der Vernetzung

Dichte Die Dichte eines Stoffes ist der Quotient aus der Masse m und dem Volumen V (DIN 53479) 
Durometer gauge Messgerät zur Bestimmung der Härte des Gummis durch Messen des Widerstandes einer Nadel definierter Geometrie gegen Eindringen in das Material
Durometer hardness Härtewert des Gummimaterial ausgedrückt in Shore Einheiten Shore A für Weichgummi, Shore D für Hartgummi/Ebonit

Elastomere Polymerwerkstoffe (Vulkanisate), die bei Temperaturen deutlich unter 0 °C glasartig erstarrt sind und selbst bei hohen Temperaturen nicht viskos fließen, sondern sich im Temperaturbereich zwischen Glaspunkt und Zersetzungstemperatur elastisch verhalten 
Extruder Eine Maschine zur Formgebung von Gummimischungen (Bahnen, Schläuche, Profile etc.)

Glue Kontaktkleber

Haftkraft Die Haftkraft nach dieser Norm ist die Höchstkraft, die beim Abschälen des Elastomers von der starren Platte eines Norm-Probekörpers unter einem Winkel von 90 ° auftritt (DIN 53531 T1)
Härte nach Shore  Unter der Härte nach Shore wird der Widerstand gegen das Eindringen eines Körpers bestimmter Form unter definierter Federkraft verstanden (DIN 53505), Shore A für Weichgummi, Shore D für Hardgummi
Holiday Test Funkenprüfung auf Porenfreiheit einer Auskleidung mit Hochspannung
Hypalon Handelsbezeichnung, in USA gebräuchliche Bezeichnung für Chlorsulfoniertes Polyethylen (CSM),

IIR Isobuten-Isopren-Kautschuk (üblicherweise als Butyl-Kautschuk bezeichnet)
Innenmischer Mischaggregat zum Herstellen von Kautschukmischungen
IR Isobuten-Isopren-Kautschuk (üblicherweise als Butyl-Kautschuk bezeichnet)

Lap joint Gumminaht, bei der sich zwei Auskleidungsbahnen überlappen

Mischwalzwerk Angetriebenes Walzenpaar zum Herstellen von Gummimischungen, Pastizieren, Homogenisieren, Vorwärmen und Vorbrechen von Kautschuk
Mooney Prüfung mit den Scherscheiben Viskosimeter nach Mooney

Naturkautschuk - hart Naturkautschuk oder Polymer des Isoprens (NR), zeichnet durch gute Verarbeitbarkeit und weitreichend chemische Beständigkeit aus, zeigt duroplastische Eigenschaften
Naturkautschuk - weich Naturkautschuk oder Polymer des Isoprens (NR), geringere Vernetzungsdichte als bei Naturkautschuk hart, hohe Abrasionsbeständigkeit, mittlere chemische Beständigkeit
NBR Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (üblicherweise als Nitril-Kautschuk bezeichnet)
NCR  Acrylnitril-Chloropren-Kautschuk
Neoprene Handelsbezeichnung, in USA gebräuchliche Bezeichnung für Chloropren Kautschuk
NIR  Acrylnitril-Isopren-Kautschuk
NR Naturkautschuk (Latex ), Plantagenkautschuk
Overlay Decklage, zusätzliche Gummilage

Pinhole Pore in der Gummi mit Kontakt zum Stahl, Durchschlag bei der Funkenprüfung
Polychloropren Chloropren-Kautschuk (CR), Synthesekautschuk, Polymer des 2-Chlorbutadiens, läßt sich zu Weichgummi vulkanisieren, zeigt gute chemische Beständigkeit sowie Alterungs-, Witterungs- und Abriebbeständigkeit, mittlere Ölbeständigkeit, kann je nach Formulierung
Polyisopren Isopren-Kautschuk (IR), synthetische Version des Naturkautschuks, wird anstelle oder im Verschnitt mit Naturkautschuk verwendet, kann zu Hart- und Weichgummi verarbeitet werden
Primer Adhesionsschicht zum Stahl, bzw. zur Gummihaftlösung

Reißdehnung Die Reißdehnung ist der Quotient aus der im Augenblick des Reißens gemessenen Änderung LR - L0 der Meßlänge und der ursprünglichen Meßlänge L0 des Probekörpers (DIN 53504)
Reißfestigkeit Die Reißfestigkeit ist der Quotient aus der im Augenblick des Reißens gemessenen Kraft FR und dem Anfangsquerschnitt A0 des Probekörpers (DIN 53504)
Roller-Head-Anlage Hochleistungsextruder mit Breitspritzkopf und Zweiwalzenkalander
Rubber Gummi, natürlich oder synthetisch, Unterteilung in Hart- und Weichgummi
Rubber sheets - calandered  kalandrierte Gummibahnen bestehend aus mehreren dünnen Lagen des gleichen oder verschiedenen Materials
Rubber sheets - extruded kontinuierliche Extrusion von Gummibahnen in einer Schichtdicke
Rubber sheets - precured Gummibahnen, teilweise oder vollständig vulkanisiert
Rückprall-Elastizität Die Rückprall-Elastizität R ist das Verhältnis der wiedergewonnen Energie zur aufgewendeten Energie (DIN 53512)

SBR Styrol-Butadien-Kautschuk
Schichtdicke der Gummierung Dicke der applizierten Gummierung, üblicherweise Nenndicke +/- 10 %
Selbstvulkanisierend Kautschukmischungen, die bei Raum- oder erhöhter Temperatur vulkanisieren und selbständig vernetzen
Shore A Härteprüfung nach Shore A (DIN 53505) für Weichgummi
Shore D Härteprüfung nach Shore D (DIN 53505) für Hartgummi
SIR  Styrol-Isopren-Kautschuk
Spark tester Funkenprüfgerät zur Dichtheitsprüfung einer Auskleidung
Steam Cure Dampfvulkanisation mit durchströmendem Dampf
Substrate Das Basismaterial, auf das die Gummierung aufgebracht wird

Tie gum Haftschicht bestehend aus einer Gummilage mit besonderen Hafteigenschaften
Trennkraft Die Trennkraft ist die auf die Breite des Probekörpers bezogene Haftkraft (DIN 53531 T1)

Viskositätsminimum  Viskositätsminimum Mmin ist die Anzeige des Scherscheibenviskosimeters im Minimum der Drehmoment (ausgedrückt in Mooney-Einheiten) - Zeit - Kurve (DIN 53523 T4)
Vorvulkanisiert In der Gummitechnologie als teilweise vorvernetztes Polymer bezeichnet, bei Auskleidung keine genaue Begriffsdefinition
Vulcanization Vernetzungsprozess bei Kautschuken
Vulkametrie Bestimmung des Vernetzungsverhaltens mit Vulkametern (DIN 53529-1)

Water Cure Wasservulkanisation (Methode zur drucklosen Vulkanisation vor Ort bei ca. 98°C)

Zugfestigkeit Die Zugfestigkeit ist der Quotient aus der gemessenen Höchstkraft Fmax und dem Anfangsquerschnitt A0 des Probekörpers (DIN 53504)


Fachverband der Gummierungsindustrie  info@fdg-online.com